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Kirche

Adventliches Wiedersehenstreffen

Eltern und Kinder der “Familienfreizeit für Eltern mit behinderten Kindern auf Norderney“

Zeit füreinander, Sonne, Sand und Meer genießen, endlich einmal durchatmen – das tat Eltern und Kindern der „Familienfreizeit für Eltern mit behinderten Kindern auf Norderney“ vom Kindergartenreferat des Kirchenkreises Hattingen-Witten vom 26. Oktober bis 02. November gut.
Am vergangenen Freitag feierten sie ein Wiedersehensfest im Evangelischen Markuskindergarten Stockum.
„Die Abendkreise mit Eltern und Kindern haben mir sehr gut gefallen.“ – „Wir haben als Eltern die freien Stunden genossen, in denen unsere Kinder von den Erzieherinnen betreut wurden.“ – „Es war so schön, dass wir zum Tanzen an einem Abend gehen konnten, während die Erzieherinnen Schlafwache für unsere Kinder gehalten haben.“ Dies waren einigen der schönen Erinnerungen der Erwachsenen an den kurzen Urlaub. Denn diese kleinen Freiheiten können sich Eltern mit behinderten Kindern nur sehr selten gönnen.

Doch die Mütter und Väter und Kinder erholten sich im Haus am Weststrand des Kirchenkreises gut.
Alles war ganz auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmt. Kindergartenfachberaterin Ursula Führer-Lamberty, Christa Peske (Leiterin des Evangelischen Kindergartens Rüdinghausen), Tanja Kaczmarek- Biskamp (Gruppenleiterin und Heilpädagogin im Evangelischen Kindergarten Welper) und Praktikantin Janina–Marylin Sparrenberg hatten spezielles Spielmaterial mitgenommen und Programm vorbereitet.

Große und Kleine schätzten den Abendkreis besonders, das Haus, das leckere Essen und den Spielplatz am Meer. Die Familien kamen wieder näher zusammen, Spannungen fielen ab, manche hatten noch nie Urlaub gemacht. „Die Kinder fanden in der Gruppe Zutrauen zueinander und spielten schön miteinander.“
Mit Kindergartenfachberaterin Führer-Lamberty führten Eltern Einzelgespräche, und sie genossen das Zusammensein mit anderen Eltern in der gleichen Lage. „Leider kommen Familien mit behinderten Kindern sonst oft in Außenseiterpositionen, weil sie nicht alles mitmachen können“, so die Kindergartenfachberaterin.
Die Eltern zahlten für die Reise einen geringen Kostenbeitrag von 50 Euro pro erwachsener Person und 25 Euro pro Kind. Dass dies möglich war, verdanken sie der Andreas und Emilie Olmstedt Stiftung. Sie wurde im Sommer 2000 gegründet und fördert geistig- und körperlich behinderte Kinder in Witten. Die Stiftung hatte die Kostenübernahme für bis zu 10.000 Euro für die Reise zugesagt. Die Kinder dankten es mit einer riesigen selbstgemalten Postkarte an die Stiftung: „Wir danken Ihnen ganz herzlich für das Geld, das Sie uns für den schönen Urlaub gespendet haben. Die Kinder der Familienfreizeit: Vanessa, Marlon, Jan Niklas, Jonathan, Phil, Nick, Bianca, Manuel, Alexander, Can Deniz, Max und Bea.“


16.12.2003 Petra Schulze
 

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