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Über die Verhältnisse der Juden
Geschichte jüdischer Familien in Hattingen
Hattingen. Einen interessanten Vortrag mit Bildmaterial hält Stadtarchivar Thomas Weiß am Dienstag, 2. März 2005 um 19 Uhr im Stadtmuseum.
Jüdisches Leben in Hattingen hat eine über 500jährige Tradition, eine wechselvolle Geschichte zwischen Toleranz und Missgunst, zwischen Integration und Vertreibung. Bislang beschränkte sich das öffentliche historische Interesse zumeist auf die menschenverachtenden Verbrechen des Holocaust. Darüber wurde vielfach das "normale" jüdische Leben vergessen. Kaum bekannt dürfte sein, in welchem Maße jüdische Mitbürgern die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen des Hattinger Raumes beeinflusst. Wer kennt noch die Orte jüdischen Lebens, wer kann noch sagen, wo und wie Hattinger Juden wohnten, wo sich die bedeutenden Kaufhäuser befanden?
Stadtarchivar Thomas Weiß berichtet anhand zahlreicher Quellen des Stadtarchivs über die reiche jüdische Kultur in Hattingen. Eine Kultur, die durch den Nationalsozialismus beinahe ausgelöscht wurde, eine Kultur, die aber immer noch im Stadtbild präsent ist. Die Veranstaltung ist Teil der Lese-, Vortrags- und Diskussionsreihe "60 Jahre später ... erinnern, nicht vergessen" und ist eine Kooperation von Stadtmuseum, Buchhandlung Napp OHG Mirhoff & Fischer, der vhs, dem Stadtarchiv und dem Heimatverein Hattingen.
Der Eintritt ist frei.
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