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Aktuell

"Wir haben die Nase voll"

Aktion zum Thema Gewalt gegen Frauen

„Keine Gewalt gegen Frauen. Wir haben die Nase voll!" - so steht es auf 50.000 Taschentuchpäckchen, die Apothekenkunden ab dem 2. November im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis erhalten werden. Mit der Aktion wollen der Runde Tisch „Gewaltschutz für Frauen und Kinder im Ennepe-Ruhr-Kreis“, das Netzwerk Gesundheit EN („gesine“), die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und die Polizei auf das Problem aufmerksam machen. Unterstützt werden die Initiatorinnen von den Apotheken im Kreisgebiet.

„Wir möchten, dass die Öffentlichkeit für das Problem der häuslichen Gewalt sensibilisiert wird und eine öffentliche Ächtung der Gewalt an Frauen und Kindern erfolgt“, nennt Renate Terboven, Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung, die Motive für die Initiative. Für betroffene Frauen liefern die Taschentuchpäckchen zudem ganz praktische Hilfe, auf ihnen sind die Kontaktstellen und Rufnummern aufgedruckt, an die sie sich im Falle des Falles wenden können. Zusätzliche Informationen liefert ein Flugblatt, das ebenfalls von den Apotheken verteilt wird.

Mit der Aktion rückt das Thema Gewalt gegen Frauen bereits zum zweiten Mal auf ungewöhnliche Weise in den Blickpunkt. Ende vergangenen Jahres wurden über die Bäckereien im Kreisgebiet 200.000 Brötchentüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte" verteilt. „Die Reaktionen waren positiv. Es ist uns gelungen, die Öffentlichkeit auf das Problem hinzuweisen und Betroffenen Ansprechpartner zu nennen“, hofft Terboven auf einen ähnlichen Erfolg.

Der Auftakt für die diesjährige Aktion findet zeitgleich in allen neun Städten des Kreises statt. Am Mittwoch, 2. November, werden zwischen 9 und 11 Uhr Taschentuchpäckchen und Informationsblätter verteilt. In Schwelm wird dazu auf dem Bürgerplatz neben Renate Terboven auch Landrat Dr. Arnim Brux erwartet.

Stichwort Runder Tisch „Gewaltschutz für Frauen und Kinder im Ennepe-Ruhr-Kreis“

Der Runde Tisch „Gewaltschutz für Frauen und Kinder im Ennepe-Ruhr-Kreis“, der die Aktionen geplant und vorbereitet hat, besteht seit 1999. Fachleute aus Justiz, Polizei, dem Opferschutz, den Beratungsstellen, dem Frauenhaus, der Frauenberatung, dem Gesundheitswesen und die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und der Kreisverwaltung arbeiten gemeinsam daran, die Situation gewaltbetroffener Frauen nachhaltig zu verbessern und Gewalt öffentlich zu ächten. Schirmherr ist Landrat Dr. Arnim Brux.

Quelle: EN-Kreisverwaltung


01.11.2005 Ingo Niemann
 

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