Mein 18. November" ist gefragt bei einer gemeinsamen Initiative der Volkskundlichen Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband und des Seminars für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Münster. Die beiden Institutionen wollen anhand dieses konkreten Datums den Alltag der Menschen unseres Raumes dokumentieren und bitten dabei um Unterstützung durch die Bevölkerung. Landrat Dr. Arnim Brux begrüßt dieses Vorhaben und ruft daher alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle am 18. November 2005 niederzuschreiben und anschließend den Organisatoren zu übermitteln. Auch Fotos von diesem Tag sind erwünscht.
Sie machen damit den 18. November dieses Jahres zu einem historischen Tag", betonen die Veranstalter. Schließlich werde auf diese ungewöhnliche Weise Alltagsgeschichte wachgehalten. Wer weiß heute noch genau, wie der Alltag vor 50 Jahren aussah?", fragen die beteiligten Institutionen. Alles, was nicht in den Geschichtsbüchern steht, sei oft nach einer Generation vergessen. Deshalb seien Alt und Jung im Rahmen der Initiative Mein 18. November" aufgefordert, taggenau über ihr Leben zu schreiben.
Dabei ist kein Detail unwichtig. Beantwortet werden sollen folglich Fragen wie beispielsweise: Wer hat Sie geweckt? Wo und was haben Sie gefrühstückt? Hat es Ihnen geschmeckt? Wie haben Sie auf das Wetter reagiert? Wie war Ihr Arbeitstag? Was hat Sie in Ihren Gedanken beschäftigt? Was planen Sie für die Zukunft?
Wer teilnehmen möchte, der entscheidet natürlich selbst über Inhalt und Länge seiner Dokumentation. Die Daten werden später nur in anonymisierter Form zugänglich gemacht. Die Form des Berichtes (handgeschrieben oder getippt) spielt keine Rolle. Die Briefe und Fotos sollten bis zum 10. Dezember an die Volkskundliche Kommission für Westfalen - Landschaftsverband Westfalen-Lippe - Stichwort Mein 18. November", Scharnhorststraße 100, 48151 Münster, Fax: 0251/83-28393, E-Mail:
E-Mail briefe@mein18november.de geschickt werden. Weitere Informationen gibt es unter
www.mein18november.de und unter der Telefonnummer 0251/83-24404.
Alle Einsendungen werden gesammelt und im Archiv der Volkskundlichen Kommission für die Zukunft aufbewahrt. In einem Jahr, genau am 18. November 2006, werden erste Ergebnisse aus dem Schreibaufruf in einem Buch präsentiert.
Quelle: EN-Kreisverwaltung